Deutsche Umgangssprache sprechen wie die Deutschen - So geht's
Shownotes
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Klingt dein Deutsch manchmal noch wie "im Deutschbuch"?
Dann ist diese Podcastfolge genau das Richtige für dich!
Im Alltag sprechen Deutsche oft ganz anders als im Lehrbuch: Wir verkürzen Wörter, lassen Laute weg und verbinden mehrere Wörter miteinander. Genau dadurch klingt unser Deutsch fließend und natürlich.
In dieser Folge zeige ich dir anhand eines realistischen Dialogs, wie Deutsche wirklich sprechen. Du lernst die wichtigsten Verkürzungen der deutschen Umgangssprache kennen und erfährst, wie du selbst natürlicher, flüssiger und authentischer Deutsch sprechen kannst, und gleichzeitig schneller verstehst, was Muttersprachler sagen.
Die Folge ist ideal für Deutschlernende, die endlich so sprechen möchten, wie sie es täglich von Muttersprachlern hören.
Nutze die Sprechpausen und sprich die Beispiele direkt laut nach!
Diesen Podcast gibt es auf Spotify, Apple Podcasts und vielen weiteren Plattformen.
Wenn dir die Folge hilft, freue ich mich riesig über deine positive Bewertung. 🥰
Viel Freude beim Zuhören und viel Sprecherfolg!
Deine Samantha Sprechtrainerin & Logopädin
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Anfragen: info@samantha-fernandez.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Hey, wie geht's dir?
00:00:01: Was machst du dieses Wochenende?
00:00:04: Ich hab noch keine Pläne fürs Wochenende.
00:00:07: Wollen wir was zusammen machen?
00:00:09: Ja Logo!
00:00:12: Ihr habt euch von mir gewünscht dass ich Hochdeutsch dem Alltags-Deutsch gegenüberstelle bzw der deutschen Umgangssprache.
00:00:21: Wir Deutschen verkürzen häufig die Wörter oder verbinden sie daher ist es oft nicht so einfach, uns Deutsche zu verstehen.
00:00:32: Mit diesem kleinen Beispiel-Dialog anhand dessen ich dir zeige wie wir Deutschen diese Reduzierungen oder Verkürzungen umsetzen, wirst du dein Hörverstehen verbessern und lernen schneller Deutsch zu sprechen?
00:00:48: Herzlich willkommen bei Deutschsprechen & Verstehen!
00:00:51: Deinem Podcast für mehr Freude, Klarheit Selbstbewusstsein und Leichtigkeit beim Deutschsprechen.
00:00:58: Mein Name ist Samantha Fernandes.
00:01:00: Ich bin Aussprachecoach, Logopäden und Deutschtrainerin.
00:01:03: Ich unterstütze dich dabei klar, fließend sicher und ohne Angst Deutsch zu sprechen in deinem Alltag und Beruf!
00:01:14: Warum sind Reduzierungen und Verkürzungen im Deutschen wichtig?
00:01:18: Mithilfe von Reduzierung und Verkurzung können wir Deutschen schneller Deutsch sprechen.
00:01:24: Laut Studien reduzieren Deutschlernende viel seltener Die Laute als deutsche Muttersprachler.
00:01:33: Am besten ist es, wenn du beide Varianten kannst – das heißt die Hochdeutsche Version und die umgangssprachliche Version.
00:01:42: So hast du die Möglichkeit sie je nach Kontext abzurufen und anzuwenden.
00:01:48: Das bedeutet dass du je nach Situation zum Beispiel wenn du einen Vortrag hältst, ihr hochdeutsch anwendest Und wenn du locker mit deiner Familie, deinen Freunden bekannten zum Beispiel Nachbarn sprichst eher die umgangssprachliche Version anwendest.
00:02:06: Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig die Wörter erstmal richtig aussprechen zu können das heißt auf Hochdeutsch und dann die alltagssprache bzw.
00:02:16: umgangssprachliche Versionen zu erlernen.
00:02:21: Hey wie geht's dir?
00:02:23: Wie läuft´s?
00:02:24: Bei mir ist alles klar!
00:02:28: Ich könnte die ganze Zeit schlafen.
00:02:31: Zum Glück sind jetzt Ferien!
00:02:34: Oh, dann geht's dir nicht so gut... Es geht so.
00:02:38: Hast du auch bald Urlaub?
00:02:40: Oder nicht?
00:02:41: Doch ich habe auf Freitag endlich zwei Wochen eine Auszeit vom Berufsstress.
00:02:46: Ah das ist super!
00:02:48: Was machst du dieses
00:02:49: Wochenende?!
00:02:50: Ich hab noch keine Pläne fürs Wochenende.
00:02:53: Wollen wir was zusammen machen?
00:02:55: Ja Logo Hey, wie geht es dir?
00:03:02: Wir verbinden hier das t und z. Wie geht's dir?
00:03:07: Und lassen das e einfach weg.
00:03:10: Hey!
00:03:10: Wie gehts dir?
00:03:16: Genauso bei wie läuft's?
00:03:18: Wir sagen nicht wie läuft es sondern wie läuft´ts.
00:03:22: Das ist ihr wahrscheinlich schon bekannt denn dass machen wir ständig und das ist die ganz normale Umgangssprache.
00:03:29: Vielleicht sagst du das selbst auch schon seit Jahren und zwar ganz automatisch.
00:03:34: Wie läuft's?
00:03:39: Bei mir ist alles klar!
00:03:43: Wir lassen bei IST, dass T einfach weg.
00:03:47: Wir sagen IST.
00:03:51: Und wir verbinden IST diese beiden Wörter.
00:03:54: Das klingt dann wie ein Wort.
00:04:02: Und bei dir?
00:04:07: am Ende von und.
00:04:09: Und bei dir?
00:04:12: Aber in der Umgangssprache lassen wir diese Auslautverhärtung einfach weg, und wir reduzieren den Laut und sagen unbei dir Ich könnte die ganze Zeit schlafen!
00:04:32: Es gibt im Deutschen den Schwa-Laut, den wir sehr oft weglassen – also reduzieren.
00:04:39: Der Schwarlaut klingt so und er kommt in Vorsilben vor.
00:04:45: Und in Nachsilben, zum Beispiel in gekommen bekommen und hier auch am Ende diesen Schwarlaub reduzieren wir wie gesagt sehr gerne.
00:04:59: das machen wir eine Alltagssprache beziehungsweise in der Umgangssprache ständig.
00:05:04: Ich könnte die ganze Zeit schlafen.
00:05:07: bei dem Verb könnte Lassen wir den Schwarlaut weg.
00:05:11: Wir sagen könnt, ich könnte und dadurch dass dieser Schwarleut wegfällt verbinden wir kündi.
00:05:23: Das klingt mehr schon wie das d, das heißt wir verbinden diese Wörter Kündi.
00:05:29: Ich könnte die ganze Zeit schlafen Bei schlaven.
00:05:36: lassen wir auch den Schwalout weg schlafen.
00:05:40: Das heißt, wir gehen von dem Pfff gleich zum Pffn... Ich könnte die ganze Zeit schlaven!
00:05:57: Bei mir ist der Akku leer.
00:05:59: Wir sagen nicht IST der Akkulär sondern isst er Akku?
00:06:04: Wir verbinden hier auch wieder IS und DER ist der.
00:06:07: das Lassen wir weg.
00:06:17: Zum Glück sind jetzt Ferien Bei sind passiert wieder das Gleiche, wir lassen es t weg.
00:06:24: Sinn jetzt, Sinn jetzt!
00:06:26: Das klingt wie ein Wort und bei dem Wort Jetzt lassen wir das t am Ende auch weg.
00:06:32: Sind jetzt, sind jetzt Ferien.
00:06:35: Wir sagen auch nicht ferien mit dem rachen er ferien sondern Ein j?
00:06:43: färjen, färjan.
00:06:45: Zum Glück sind jetzt färyen.
00:06:52: Oh, dann geht es dir nicht so gut.
00:06:58: Geht es wird wieder zu.
00:06:59: gehts Nicht wird zu nicht Dann geht's dir nichtsogut.
00:07:10: Es geht so wird zu zgezo.
00:07:14: Bei S lassen wir das e weg.
00:07:17: Zgezo Hast du auch bald Urlaub?
00:07:27: Oder nicht?
00:07:32: Genauso machst du, machste.
00:07:35: Kannst Du?
00:07:36: Kannste Hast du auch bald Urlaub?
00:07:40: Haste haste auch bald urlaub oder nicht?
00:07:46: Wir reduzieren hier das t oder nicht.
00:07:58: Doch ich habe ab Freitag endlich zwei Wochen eine Auszeit vom Berufsstress.
00:08:05: Ich habe wird zu ich hab, hab.
00:08:13: Ich hab spricht man am Ende mit einem P, mit einem stimmlosen P aus.
00:08:19: Das heißt hier brauchen wir eine Auslautverhärtung.
00:08:23: Ich habe zwei Wochen wird zu zwei Wochen Eine Auszeit wird zu ne Auszeit.
00:08:32: Wenn wir beides reduzieren klingt wochene wie ein Wort Zwei-wochenne Auszeit Zwei Wochen ne Auszeit.
00:08:41: Doch, ich habe auf Freitag endlich zwei Wochen eine Auszeit vom Berufsstress!
00:08:56: Ah, das ist super!
00:08:58: Das ist super dazu – das is….
00:09:04: und wir verbinden dann auch «ist super».
00:09:07: Das klingt wieder wie ein Wort.
00:09:08: Ist super.
00:09:15: Was machst du dieses Wochenende?
00:09:21: Was machst du, wird zu Maste.
00:09:25: Wochenende wird zu Wochen.
00:09:30: Das heißt wir gehen von dem CH direkt zu dem N. Unsere Zunge liegt erst hinten im Mund und dann geht die Zungenspitze nach oben.
00:09:45: Wir machen nicht wochen sondern wochen.
00:09:49: Was machst du dieses Wochenende?
00:09:57: Ich habe noch keine Pläne für das Wochenende.
00:10:03: Für das wird zu fürs, fürs Wochenende.
00:10:07: Die zwei Wörter HAB und NOCH klingen wieder wie ein Wort HABNOCH!
00:10:12: Ich hab noch.
00:10:22: Wollen wir was zusammen machen?
00:10:26: In dem Wort WOLLEN Lassen wir den Schwarlaut weg.
00:10:30: Wolln, wollen.
00:10:32: Das L wird mit der Zungenspitze vorne oben gebildet hinter den oberen Steidezähnen und das N auch.
00:10:40: Also die Zunge bleibt gleich dort.
00:10:42: Wollen, wollen, wollen Wir wird oft zuwahr, wollen war, wollen wahr.
00:10:50: Und die zwei Wörter klingen wieder wie ein Wort Wollen war oder wollen wir Was zusammen machen?
00:10:57: Zusammen?
00:10:59: Hier lassen wir das E N komplett weg und wir betonen, dass M ein bisschen stärker zusammen.
00:11:05: Zusammen machen?
00:11:07: Bei diesem Wort reduzieren wir den Schwarlaut machen.
00:11:11: Machen.
00:11:12: Hier gehen wir wieder direkt von dem CH zwei zum M. Machten.
00:11:17: Zusammenmachen.
00:11:18: Und dadurch, dass bei zusammen das E n am Ende wegfällt haben wir am Ende von zusammen das m und am Anfang von machen das m. Das heißt, die beiden verschmelzen und es klingt wieder wie ein Wort.
00:11:33: Zusammen machen.
00:11:34: Zusammenmachen.
00:11:36: Wollen wir was zusammen machen?
00:11:44: Ja selbstverständlich!
00:11:46: Dialogo Na klar das wäre umgangssprachlich.
00:11:50: Dialogo na klar.
00:11:58: Welche Sätze kommen dir jetzt in den Sinn bei denen man bestimmte Laute weglassen kann also reduzieren kann und indem man Wörter verbinden kann.
00:12:08: Schreibe mir deinen Satz oder deine Frage gerne in die Kommentare.
00:12:14: Und lass mich auch gerne wissen, ob dir dieses Format für die Zukunft gefallen würde!
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